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Case Study07

Anita KI-Rechtsrecherche

Quellenbasierte juristische KI-Recherche mit Gerichtsentscheidungen, nachvollziehbaren Zitaten, Bibliothek und Akten

Legal Tech & RechtAnita Legal GmbH
Anita KI-Rechtsrecherche, Ansicht 1
Ansicht 01

Partner

Anita Legal GmbH

Branche

Legal Tech & Recht

Kerntechnologien

React · TypeScript · AWS

Auf einen Blick

Anita ist die KI-gestützte Recherche- und Dokumentenplattform der Anita Legal GmbH für Kanzleien, Einzelanwält:innen und Rechtsabteilungen. Von Januar bis Juni 2026 hat DuoByte im Entwicklungsteam des Unternehmens am React-Frontend mitgearbeitet. Von DuoByte stammen unter anderem die neue Bibliothek, die Aktenstruktur, der Upload mit wählbarer Anonymisierung und eine Playwright-Testsuite, die jedes Deployment auf dem Entwicklungszweig absichert.

Unsere Rolle: DuoByte hat von Januar bis Juni 2026 als externer Entwicklungspartner das bestehende Frontend-Team der Anita Legal GmbH ergänzt und abgegrenzte Produktbereiche von der Oberfläche bis zur Testabsicherung umgesetzt.

Projektarbeit

Von der Anforderung zur belastbaren Lösung.

Wie das Projekt entstanden ist: vom Kontext und den Anforderungen über die Umsetzung bis zum heutigen Stand.

01

Ausgangslage

Juristische KI-Recherche mit prüfbaren Fundstellen

Mit Anita stellen Anwältinnen und Anwälte juristische Fragen in natürlicher Sprache. Die Plattform durchsucht Gerichtsentscheidungen und eigene Dokumente, formuliert eine Antwort und verknüpft die Aussagen mit interaktiven Zitaten, die direkt zur Fundstelle im Originaldokument führen. Für die juristische Arbeit ist genau das entscheidend: Jede Aussage muss sich am Text prüfen lassen.

Die Browseranwendung ist eine seit 2022 gewachsene React-Codebasis, an der mehrere Entwickler beteiligt sind. Sie läuft auf AWS, mit Anmeldung über Amazon Cognito, Backend-Schnittstellen hinter API Gateway, Dokumentablage in Amazon S3 und Auslieferung über AWS Amplify. Abonnements laufen über Stripe, Laufzeitfehler erfasst Sentry.

DuoByte kam im Januar 2026 hinzu, als eine größere Überarbeitung von Oberfläche und Dokumentenverwaltung anstand. Gearbeitet wurde im Repository des Kunden, über Pull Requests gegen den Entwicklungszweig und mit Code-Reviews durch das interne Team.

02

Herausforderung

Neue Arbeitsbereiche in einer gewachsenen Anwendung

Anita sollte vom Recherchewerkzeug zum Arbeitsplatz werden, an dem Juristen ihre Unterlagen ablegen, nach Mandaten ordnen und gezielt in Recherchen einbeziehen. Dafür fehlten eine Bibliothek für eigene und gemerkte Dokumente, eine Aktenstruktur über alle Recherchen hinweg und ein Upload, der vertrauliche Schriftsätze vor der Verarbeitung anonymisieren kann.

Schwierig war weniger die einzelne Funktion als ihr Umfeld. Die Anwendung bedient mehrere Benutzergruppen mit eigenen Oberflächen, spricht Dutzende API-Endpunkte an und mischt ältere JSX-Komponenten mit neuen TypeScript-Modulen. KI-Antworten entstehen asynchron und werden per Polling abgeholt, Uploads durchlaufen im Backend Texterkennung und Anonymisierung.

Dazu kommen Anforderungen an den Datenschutz. Nutzungsanalyse darf erst nach ausdrücklicher Einwilligung starten, und Fehlerberichte dürfen weder Dateinamen noch Zugriffslinks von Mandantendokumenten enthalten. Da niemand alle Abläufe vor jedem Release von Hand prüfen kann, brauchte das Team außerdem automatisierte Tests entlang echter Nutzerwege.

03

Lösung

Bibliothek, Akten und Recherchekontext für Kanzleien

Kern der Arbeit von DuoByte war die neue Bibliothek. Sie führt gemerkte Gerichtsentscheidungen, eigene Uploads und Sammlungen in einer Liste zusammen, die sich serverseitig durchsuchen, nach Akte, Herkunft und Instanz filtern und sortieren lässt. Dokumente kommen per Drag-and-drop hinein, bei gleichem Dateinamen fragt die Anwendung nach, und neue Einträge bleiben markiert, bis sie zum ersten Mal geöffnet wurden.

Beim Hochladen legen Nutzer pro Dokument oder als Voreinstellung fest, ob personenbezogene Daten wie Namen, Adressen und Aktenzeichen geschwärzt werden. Die Oberfläche verfolgt den Verarbeitungsstatus jedes Dokuments und meldet, sobald es bereitsteht oder die Verarbeitung fehlschlägt.

In der Recherche lässt sich die ganze Bibliothek, eine Sammlung oder ein einzelnes Dokument als Kontext mitgeben, wahlweise für eine schnelle oder eine tiefe Suche. Dauert die Auswertung länger, meldet sich der Browser auf Wunsch mit einer Benachrichtigung und einem Ton, sobald die Quellen vorliegen.

  • Akten und Unterakten in einer Seitenleiste, Chats lassen sich zwischen Akten verschieben
  • Dokumentansicht für PDF, DOCX, RTF, Text und Bilder mit Suche und Zoom
  • Quellen-Chips und Symbole, die die Herkunft jeder Fundstelle zeigen
  • Geführtes Onboarding mit Beispielrecherche, Zitatprüfung und erster Akte
  • Neue Anmelde- und Registrierungsseiten auf Basis von Amazon Cognito
  • Cookie-Banner mit Einstellungen, Produktanalyse mit Mixpanel erst nach Zustimmung
  • Nach Ablauf der Testphase bleiben Antworten lesbar, Folgefragen sind gesperrt
04

Umsetzung

Hermetische E2E-Tests als Gate vor dem Amplify-Build

Neue Module hat DuoByte in TypeScript geschrieben, auch wenn sie in bestehende JSX-Seiten eingebettet waren. Die Bibliothek ist in eigene Hooks für Datenänderungen und Drag-and-drop, einen Kontext und einzelne Komponenten zerlegt. Ein typisierter API-Client bündelt Sammlungen, Uploads, Umbenennen, Löschen und Anonymisierung, sodass die Verträge mit dem Backend an einer Stelle stehen.

Für die Qualitätssicherung hat DuoByte eine Playwright-Suite aufgebaut, die Anmeldung, Suche, Dokumentansicht, Bibliothek und Akten abdeckt. Die Standardsuite läuft hermetisch: Authentifizierung und jede API-Antwort sind gemockt, ein globaler Wächter lässt Tests bei unerwarteten Backend-Aufrufen scheitern, und Mock-Daten werden zur Laufzeit gegen die erwarteten Datenverträge geprüft. Eine erweiterte Suite testet den Produktions-Build in Chromium, Firefox und WebKit.

Ein zusätzlicher Smoke-Test meldet sich mit echtem Cognito-Login an einem eigenen Test-Backend an, startet eine Recherche und prüft deren Verarbeitung; gegen produktive Adressen verweigert er den Lauf. In AWS Amplify laufen Typprüfung, deterministische Tests und dieser Smoke-Test vor dem Build des Entwicklungszweigs. Schlägt einer fehl, veröffentlicht Amplify keinen neuen Stand, und GitHub Actions melden dieselben Ergebnisse in jedem Pull Request.

Fehler aus der Upload-Strecke meldet die Anwendung mit Phase, Dateityp und Sitzungskennung an Sentry, Dateinamen und signierte Links werden vorher entfernt. Statische Codeanalyse mit Semgrep und Secret-Scanning mit Gitleaks betreibt das interne Team, und die Beiträge von DuoByte durchliefen dieselben Prüfungen.

05

Ergebnis

Recherche und Mandatsunterlagen an einem Ort

Nutzer von Anita legen Entscheidungen und eigene Schriftsätze heute in einer Bibliothek ab, ordnen sie Akten und Unterakten zu und richten Fragen gezielt an diese Unterlagen. Vertrauliche Dokumente lassen sich vor der Verarbeitung schwärzen, und jede Quelle bleibt im passenden Viewer prüfbar.

Für das Team der Anita Legal GmbH ist jeder Stand auf dem Entwicklungszweig durch automatisierte Tests abgesichert, bevor er ausgeliefert wird. Neue Funktionen werden nach denselben Regeln getestet: Tags für kritische Abläufe, Testdaten aus Fixture-Fabriken und Warten auf Anfragen oder stabile Zustände statt fester Wartezeiten. Suite und Regeln sind im Repository auf Deutsch und Englisch dokumentiert, damit das interne Team sie ohne DuoByte weiterführen kann.

Systemarchitektur

Die technische Basis, klar gegliedert.

Technologien wurden passend zur Aufgabe, zum Betriebsmodell und zur langfristigen Wartbarkeit kombiniert.

01

Frontend

React 18TypeScriptVite 6Chakra UIReact RouterFramer Motion
02

Cloud

AWS AmplifyAmazon CognitoAmazon S3API Gateway
03

Integrationen

StripeSentryMixpanelHubSpot
04

Infrastruktur

PlaywrightVitestSemgrepGitleaksGitHub Actions

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